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Upcycling liegt im Trend. Doch mit welchen Materialien funktioniert das?

Upcycling ist nach wie vor ein beliebter Trend in der Do-it-yourself-Szene, der mittlerweile viele Bereiche des Basteln und Dekorierens erreicht hat. Viele Gründe sprechen für das Upcycling, denn dabei wird grundsätzlich Altes, Ungenutztes neu aufbereitet, wodurch eine neue Nutzung entstehen kann. Mit welchen Materialien Upcycling besonders gut funktioniert, verrät dieser Beitrag. Weitere Inspiration erhalten die Messebesucher der CREATIVA zwischen dem 26. und dem 30. August in Dortmund.

Abbildung 1: Upcycling liegt im Trend. Dabei ist es beispielsweise möglich, dass eine Dose zum Wandregal wird oder – in der kleineren Variante – zum Ordnungshelfer in der Schublade wird.

Eimer, Dosen und andere Gefäße eignen sich gut als Ordnungshelfer

Alles, was Ordnung schafft, wird in einem organisierten Haushalt begrüßt. Dass dafür nicht werbewirksam angepriesene Organizer gekauft werden müssen, erkennen jedoch nur die kreativen Köpfe. Diese wissen, dass sich Eimer, Dosen und Gefäße prima zu Ordnungshelfern umfunktionieren lassen. Und so geht’s:

  • Das gewünschte Gefäß wird gründlich gereinigt. Genutzt werden können sowohl alte, ungenutzte Eimer als auch Dosen oder Tetrapaks – je nachdem, wo Ordnung einziehen soll.
  • Nach der Reinigung werden idealerweise Außen- und Innenseiten im gewünschten Design gestaltet. Tetrapaks und Dosen können umklebt werden; Eimer können angemalt werden.
  • Anschließend können die einheitlich gestalteten Ordnungshelfer in der Schublade im Badezimmer die neue Heimat für Haargummis und Schminkutensilien werden, auf dem Schreibtisch Büroklammern hüten oder an der Wand angebohrt der Platz für Zeitschriften, Geldbeutel oder Schlüssel sein.

Die Nutzung variiert in Abhängigkeit von der Größe: Große Eimer an der Wand eignen sich gut als Do-it-yourself-Zeitungsständer. Konservendosen sind gute Stiftehalter und so mancher Tetrapak kann (an der Längsseite geöffnet) zum idealen Gewürz-Ordnungshelfer in der Küche werden.

Alte Spielsachen bekommen hier eine neue Verwendung

Abbildung 2: Wird der Holzschlitten nicht mehr gebraucht, lässt sich daraus eine Garderobe basteln.

Wer Kinder hat, der kennt die Problematik: Über die Jahre hinweg sammeln sich unzählig viele Spielsachen an, die mehr oder wenig geliebt und damit auch mehr oder weniger bespielt sind. Manches kann an Freunde, Verwandte und Bekannte verschenkt oder verkauft werden, anderes findet beim Flohmarkt einen neuen Besitzer. Doch es gibt auch die Einzelstücke, die einfach nicht loszukriegen sind. Natürlich gibt es auch für dieses Material einige Upcycling-Ideen:

  • Aus dem alten Holz-Schlitten kann mit etwas handwerklichem Geschick eine prima Garderobe werden. Dazu werden die scharfen Kufen abgenommen und das Holz geschliffen. Anschließend kann das Holz-Gerüst in einer beliebigen Farbe gestrichen werden. Mit Schrauben und Dübeln an der Wand festmachen und schon dient die Sitzfläche als Ablage und die Kufen als Hängevorrichtung für Bügel.
  • Lego-Komplettsets lassen sich vergleichsweise gut gebraucht verkaufen, weil an den bunten Plastikbauteilen, die zusammengesetzt eine Spielwelt oder eine Auto ergeben, im Grunde nichts kaputtgehen kann. Was aber soll mit der Schachtel voller einzelner Legosteine passieren, wenn nur noch ausgewählte Bausteine übrig sind? Schlüsselanhänger natürlich! Dazu werden so viele Bausteine durchbohrt wie Schlüssel aufzuhängen sind. Durch jedes Loch wird ein Ring geschoben. Darauf können dann die Schlüssel aufgefädelt werden. Zum praktischen Ordnungshüter-Tipp wird diese Do-it-yourself-Idee dann, wenn genügend Legobausteine übrig sind, um ein Schlüsselbrett daraus zu fertigen. Daran können die Lego-Baustein-Schlüsselanhänger dann samt Schlüssel gehängt werden.
  • Wer die Legobausteine gut verkaufen konnte, dafür aber auf alten Holzklötzen buchstäblich sitzengeblieben ist, kann diese mit etwas Straßenkreide immer wieder einer neuen Spielfunktion zuführen. Ein Beispiel zeigt der Familienblog Zicklein & Böckchen. Der Beitrag beschreibt vor allem bildreich, wie die blauen Bausteine zum Piratenschiff und die bunten Bausteine zur Kleinstadt wurden.

Upcycling mit altem Küchenkram

Regelmäßig wird der Kleiderschrank ausgemistet und all das, was nicht mehr passt oder einfach nicht mehr trendig ist, wird entsorgt oder gespendet. Was mit der Kleidung recht gut funktioniert, klappt in der Küche kaum. Stattdessen wird jeder Polterabend als Option verstanden, altes Geschirr zu zerdeppern. Allerdings geht es auch anders:

  • Aus alten Tellern lässt sich beispielsweise eine Etagere bauen. Dazu wird zunächst der Mittelpunkt der Teller angezeichnet, der dann mit dem Fräser durchbohrt wird. Wasser auf der Unterseite des Tellers hilft dabei, den Porzellanstaub direkt zu binden und kühlt gleichzeitig das durch den Fräser erhitzte Material ab. Nun muss eine Gewindestange auf die Länge gebracht werden, die die künftige Etagere haben soll. Teller auffädeln und mit Unterlegscheiben und Muttern sichern. Bast und Kordeln eignen sich dann gut dazu, diese Form der Befestigung wieder unsichtbar zu machen.

Abbildung 3: Pfiffige Trinkgläser wie diese lassen sich schnell selbst gestalten.

  • Wer viel mit Lebensmitteln aus Glas kocht, der kann diese auch zu einem praktischen Getränkegefäß umfunktionieren: Einfach ein Loch in den Deckel bohren, den Deckel bunt bemalen und einen Strohhalm durch das gebohrte Loch führen. So entsteht im Nu ein kindgerechtes Trinkglas. Alternativ können die Glaskonserven auch zum Süßigkeitenglas werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Gläser zum Einpflanzen von Kräutern zu nehmen oder als Lampenschirm.