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DIY im Bad: Wie du in der Dusche Sitzgelegenheiten schaffst

Das Bad ist der intimste Ort in deinen vier Wänden. Umso wichtiger, dass du dich darin voll und ganz wohlfühlst. Selbst gemachte Deko-Artikel und Badmöbelstücke der Marke Eigenbau können den Raum zu einer Wohlfühloase machen. Wie wäre es zum Beispiel mit selbst gebauten Sitzgelegenheiten?

Selbstgebaute Sitzmöglichkeiten machen Badezimmer altersgerecht

Moderne Bäder sind altersgerecht. Damit sind nicht ausschließlich seniorenfreundliche Eigenschaften gemeint. Im Idealfall wird das Bad den aktuellen Bedürfnissen aller Nutzer gerecht und lässt sich ohne viel Aufwand an künftige Anforderungen anpassen. Das fängt schon bei Sanitärinstallationen wie der Dusche an, die es beispielsweise in schwellenloser Ausführung gibt. Auch höhenverstellbare Toiletten gehören dazu und sind in altersgerechten Bädern genauso wichtig wie Sitzgelegenheiten. Nicht nur im Krankheitsfall und höheren Alter sorgen jene für Komfort. Falls du Kinder hast, können Sitze ebenso sinnvoll sein. Insbesondere vor dem Waschbecken und in der Dusche. Wegen der hohen Feuchtigkeitsbelastung musst du bei der Auswahl deiner Werkstoffe auf wasserabweisende Eigenschaften achten. Kunststoffe, Glas und Keramik sind nicht die einzigen Materialien, die infrage kommen. Auch folierte MDF-Platten oder imprägniertes Holz eignen sich für das Badezimmer.

Ein Tipp vorab: Wenn du aus kleinen Badezimmern das Beste herausholen willst, bieten sich ausklapp-, ausfahr- oder ausziehbare Sitzvorrichtungen an. Sie werden an der Wand verankert und sparen Platz, wann immer du sie nicht brauchst. Aber Vorsicht: Je nach Nutzergewicht solltest du solche Sitzgelegenheiten mit zusätzlichen Stützbeinen ausstatten.

Sitze in die Dusche bauen: Diese Möglichkeiten hast du

Im Alter machen Duschsitze das Duschen sicherer. In jungen Jahren können sie den Duschvorgang angenehmer machen. Insbesondere, wenn du keine Badewanne hast. Wenn du den Sitz gerade nicht benötigst, kannst du ihn je nach Modell als Ablagemöglichkeit für Shampoos und Schwämme nutzen. Grundsätzlich hast du beim Eigenbau mehrere Möglichkeiten. Du kannst

  • eine Sitzbank in die Dusche mauern, die du anschließend fliest.
  • eine frei stehende Sitzbank bauen.
  • Klappsitze oder -bänke montieren.

Ist die Dusche bereits vorhanden, baust du den Sitz am besten in eine der Ecken. Du musst dazu lediglich die Kabine ausmessen und die genaue Position auswählen. Am besten erstellst du nach dem Messen einen Plan.

So baust du eine Duschbank

  1. Baue anhand des Aufmaßes zunächst einen Rahmen und achte dabei auf ein Gefälle um die zwei Prozent der Gesamttiefe der späteren Sitzfläche, damit das Wasser ablaufen kann.
  2. Verankere den Rahmen mit einem Bohrer und Silikon fest an den Fliesen.
  3. Schneide anhand der Maße die Sitzfläche, die Rückwand und die Seiten aus zwei Zentimeter dickem Sperrholz zurecht.
  4. Montiere die beiden Teile mit verzinkten Schrauben an deiner Rahmenkonstruktion und versiegele sie mit Silikon.
  5. Verkleide das Holz mit PVC-Folie und gib Silikon auf die Kanten.
  6. Schneide die Rückwand passend zu den anderen Holzteilen zurecht.
  7. Befestige Keramikfliesen mit Mörtel auf der Rückwand.
  8. Lasse den Mörtel mindestens 48 Stunden setzen.
  9. Gibt etwas Mörtel auf einen Schwamm geben und streiche ihn in die Fugen.
  10. Wische die Fliesen nach 30 Minuten ab.
  11. Versiegle den Mörtel nach 24 Stunden, um die Fugen wasserdicht zu machen.

Tipp zur Vereinfachung: Statt einem eigenen Rahmen und Sitz aus Sperrholz kannst du auch ein vorgefertigtes Bauplatten-Element aus Kunststoff als Unterkonstruktion nutzen. Der Vorteil solcher Systeme ist die Wasserdichtigkeit. Einige der Platten sind spezialbeschichtet und extra dafür vorgesehen, Fliesen aufzunehmen.