DIYWeihnachten

Stichwort Weihnachtskarte: Basteltrends 2019

Wenn es draußen immer kälter und ungemütlicher wird, ist das die beste Zeit, um sich drinnen wieder mehr dem Basteln zu widmen. Mit passenden DIY-Projekten lässt sich stimmungsvolle Dekoration für die Weihnachtszeit herstellen. Viele möchten ihre Liebsten auch gerne mit selbstgemachten Kleinigkeiten beschenken. Passend dazu darf die Weihnachtskarte aus eigener Kreation am Ende nicht fehlen.

Schnelle Bastelideen mit großer Wirkung

Wer ohnehin gerade Dekoration für den Baum oder die Wohnung in Angriff nimmt, sollte direkt ein paar mehr Exemplare anfertigen. Viele Basteleien eignen sich nämlich auch als Anhänger für Geschenke oder zum Aufpeppen von kreativen Karten.

Wer in den oft sehr umtriebigen Wochen vor Weihnachten nur wenig Zeit zum Basteln findet, muss dennoch auf etwas Selbstgemachtes nicht verzichten. Im Internet gibt es die Möglichkeit, eine schöne Vorlage zu wählen und ganz nach eigenem Geschmack mit Text oder zusätzlich mit eigenen Fotos zu gestalten. Mit wenig Aufwand bekommt jeder so ein individuelles Ergebnis. Die Karten können beispielsweise genau auf das Geschenk angepasst werden. Dann wirkt am Ende alles wie aus einem Guss.

DIY-Ideen für schöne Weihnachtskarten – die Karte mit Fenster

Eine Karte mit einem kleinen Fenster ist eine schöne Idee, die sich schnell und sehr einfach umsetzen lässt. Sie ist ideal auch für Bastelmuffel geeignet. An Materialien ist nicht viel notwendig: Tonpapier oder Wellkarton in beliebiger Farbe, Geschenkpapierreste, Klebstoff und ein Cutter oder eine Schere, dazu ein Stift in Gold oder Silber, eventuell Glitter, Perlen oder andere Deko und ein Stück Garn oder Geschenkband.

Der erste Schritt ist die Herstellung eines Kartenrohlings aus Tonpapier in den gewünschten Maßen. Üblicherweise sind das diese Maße: 15,5 mal 22 Zentimeter. Diese Karte in der Mitte zu einer Klappkarte falten und von Hand oder mit einer Schablone ein beliebiges Motiv auf die Innenseite des Deckblattes aufzeichnen, beispielsweise einen Stern, einen Engel oder einen Tannenbaum. Vorlagen dafür gibt es im Internet. Als Muster kann auch eine alte Weihnachtskarte dienen.

 

Im nächsten Schritt wird das Motiv mit dem Cutter ausgeschnitten. Anschließend das Motiv aus Geschenkpapier ausschneiden. Dabei darauf achten, dass das Stück Geschenkpapier größer als das Motiv ist und das Loch in der Karte überdeckt. Jetzt einfach das Stück Geschenkpapier von innen so aufkleben, dass das ausgeschnittene Motiv vollständig überdeckt ist und die bedruckte Seite nach außen zeigt.

 

Wer jetzt möchte, kann die Außenseite der Karte beliebig verzieren und mit dem Metallicstift das Motiv umranden. Der Kartentext lässt sich einfach auf ein Stück weißes Papier schreiben, das als Einleger in die Karte kommt. Mit einem Stück Garn oder Geschenkband befestigt bleibt der Einleger an Ort und Stelle.

Einen Stern auf die Weihnachtskarte aufsticken

Auch diese Weihnachtskarte ist einfach herzustellen. Als Material sind notwendig:

  • eine Karte aus Tonpapier in beliebiger Farbe
  • eine Sternvorlage oder ein anderes Weihnachtsmotiv
  • eine weiche Unterlage, beispielsweise alte Zeitungen oder ein Stück Styroporplatte
  • eine Nähnadel
  • Garn in Silber oder Gold
  • Klebeband

1, Die Karte öffnen und mit der Außenseite nach oben auf die Unterlage legen. Jetzt die Stickvorlage auflegen und an den Ecken fixieren, damit sie nicht verrutschen kann. Danach kommt die Nadel zu Einsatz: Einfach in die auf der Vorlage vorgegebenen Löcher stechen und so das Muster auf die Karte übertragen. Anschließend den Faden in die Nadel einfädeln und von der Rückseite beginnen.

2, Das Ende des Fadens am besten innen mit etwas Klebeband fixieren. Jetzt nur noch das Motiv dem Muster entsprechend auf die Karte sticken, dabei immer in der Motivmitte anfangen. Dort laufen am Ende alle Fäden zusammen.

3, Tipp: Das Garn nicht zu festziehen, sonst kann das Loch einreißen oder die Karte wellt sich, was nicht sehr schön aussieht. Jetzt nur noch die Innenseite mit einem Stück Tonpapier oder weißem Papier überkleben, damit die meist unschöne Rückseite der Stickerei verschwindet. Für den Kartentext wieder einen Einleger verwenden.

Karte mit 3-D-Tannenbaum

Für die Weihnachtskarte mit dem 3D-Baum sind notwendig:

  • Tonpapier
  • Geschenkpapier
  • Kleber
  • Schere und Konturenschere
  • 3D-Klebeband (gibt’s im Bastelladen)
  • Basteldraht
  • Sticker und Dekomaterialien wie Glitter, kleine Filzfiguren oder Perlchen

Die Karte aus dem Tonpapier im gewünschten Maß zuschneiden und in der Mitte falten, sodass eine Doppelkarte entsteht. Aus dem Geschenkpapier mit der Konturenschere ein Rechteck ausschneiden, etwas kleiner als die Karte, und auf die Mitte der Vorderseite kleben. Jetzt aus andersfarbigem Tonpapier ein Weihnachtsmotiv ausschneiden, beispielsweise einen kleinen Tannenbaum, und mit dem Basteldraht umwickeln. Diesen so vorbereiteten Tannenbaum mit dem 3D-Klebeband auf die Karte kleben und beliebig verzieren.

Zusatztipp für mehr Nachhaltigkeit

Die Briefumschläge lassen sich ebenfalls ganz leicht selbst anfertigen. Dazu ist nur ein ausreichend großes Tonquadrat notwendig. Tipps für noch mehr Umweltschutz an Weihnachten gibt es vom Naturschutzbund NABU e.V.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Tradition, einen Gruß in Form einer Karte zu Weihnachten zu verschicken, ist noch gar nicht so alt, wie die meisten denken. Sie geht auf den englischen Adel zurück, und zwar auf Lord Sir Henry Cole. Er ließ eine Karte von dem Illustrator Callcott Horsley anfertigen und 1000 Mal produzieren, um sie an Weihnachten zu verschicken. Zeitgleich führte die Post die Briefmarke ein, wodurch das Verschicken der Weihnachtsgrüße noch viel einfacher wurde.

Etwa 30 Jahre später kam dieser Trend in die Vereinigten Staaten, wo die Popularität rasch stieg durch neue Drucktechniken und bunte Farben. Etwa zur gleichen Zeit wurde diese Tradition auch in Deutschland bekannt.

Zu der Zeit war es in Deutschland typisch, sogenannte Wunschblätter zu verschicken. Dabei handelte es sich um Briefbögen, die eine weihnachtliche Randverzierung hatten. In der Mitte platzierte der Absender ein Bild, einen Text oder ein Gedicht. Erst mit fortschreitenden Drucktechniken gewann die Weihnachtskarte immer mehr an Beliebtheit und die Kosten sanken auf ein für normale Menschen erschwingliches Maß.

Rechtzeitig und nachhaltig die Weihnachtsgrüße verschicken

Heute ist das immer noch ein schöner Brauch. Damit die Karten auch tatsächlich rechtzeitig zum Fest beim Adressaten ankommen, sollten sie nicht zu spät auf den Weg kommen. Wer also Weihnachtskarten verschicken möchte, sollte das bis Mitte Dezember tun. Briefe ins Ausland brauchen in der Regel etwas länger als Briefe innerhalb Deutschlands. Welche Fristen hier genau gelten, ist auf der Seite der Deutschen Post nachzulesen. In die Eingabemaske einfach das Wunschland eingeben und schon sagt das System, wie lange die Karte voraussichtlich unterwegs sein wird.