DIY

Fashion-Upcycling – aus alt mach neu

Tolle Tipps und Ideen für dich

Fashion-Upcycling bezeichnet weniger einen Trend als einen „way of life“. Wir entscheiden uns aktiv dafür, die Dinge nicht wegzuwerfen, die wir nicht mehr mögen oder brauchen. Dadurch bemühen wir uns um Nachhaltigkeit und setzen gleichzeitig ein Zeichen für andere, es uns gleichzutun.

Auch wenn du diese Art der Wiederaufbereitung nur mit den Augen des Pragmatikers siehst – es schadet nicht, sich über die größeren Zusammenhänge Gedanken zu machen.

Umweltbewusstsein ist in!

Die Zeiten sind vorbei, in denen Träger von Jutebeuteln oder selbstgenähten Kleidern argwöhnisch beäugt wurden und höhnische Ausrufe provozierten. Vielleicht sind diese immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen, doch sie nähern sich ihr – langsam aber stetig.

Auch wenn du dich nicht zu jenen zählst, sondern schlicht Ideen sammeln willst, bist du hier allerdings ganz richtig.

Was versteht man unter Upcycling?

 

Somit sind wir also schon voreilig ins Thema eingetaucht, ohne es allgemein verständlich eingegrenzt zu haben. Bevor es losgeht, möchten wir daher eine kurze Definition einschieben. Was genau ist Upcycling?

  • Upcycling ist eine Wortkombination, die aus den englischen Wörtern „up“ und „recycling“ besteht. Du wertest also alte Dinge auf, verwendest sie danach weiter und reduzierst so die Neuproduktion von Rohmaterialien. Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe verwandelst du beim Upcycling in neuwertige Produkte.

Das klingt zwar recht simpel, ist allerdings mit mehr Denkarbeit verbunden, als du vielleicht glaubst. Schließlich musst du dir beim Upcycling erst Gedanken darüber machen, wie genau du das Kleidungsstück, die Textilie o. Ä. aufwertest. Ziel ist ja, dass du etwas kreierst, das tatsächlich einen Mehrwert bietet. Zum Glück gibt es mittlerweile eine große Auswahl von Anleitungen und DIY-Ratgebern, die dir die Arbeit in diesem Punkt erleichtern.

Konkrete Upcycling-Ideen sind beispielsweise:

  • Kuscheltiere aus alten Babydecken
  • Kissenbezüge aus abgetragenen Hemden
  • Blumentöpfe aus Europaletten
  • Kindergarten-Rucksack aus Mamas Schwangerschafts-Outfit
  • Einkaufstaschen aus kaputten Jeans
  • Beutel aus T-Shirts

Ob du deinen Bruder beschenken, deiner Freundin eine Freude machen oder einfach nur Alltagsgegenstände basteln möchtest – deiner Fantasie sind praktisch keinerlei Grenzen gesetzt. Insbesondere Anfängern empfehlen wir aber, Online-Anleitungen zu nutzen, da beim Umgang mit Nadel, Faden oder Nähmaschine schnell Malheurs passieren. Solche ersparst du dir allerdings, wenn du unseren Ausführungen folgst!

Eine Kissenhülle nähen:

Dein Hund hat einige deiner Kissenbezüge gefressen und rückt sie aus offensichtlichen Gründen vorerst nicht mehr heraus? Perfekt! Hier findest du nämlich einen Weg, wie du dir schnell Ersatz beschaffst.

Dazu benötigst du Folgendes:

  • Ein altes Hemd
  • Ein Kissen
  • Papier/Karton in der Größe deines Kissens
  • Eine Schere sowie Stecknadeln, Maßband und ein Lineal
  • Eine Nähmaschine
  • Ein Bügeleisen

Schritt 1: Hemd glattbügeln.

Schritt 2: Mithilfe des Maßbands misst du Länge, Breite sowie Durchmesser des Kissens und erstellst eine Schablone, auf der du die Werte notierst. Diese schneidest du dann aus.

Achte darauf, dass die Schablone am Ende etwas größer ist als das Kissen.

Anschließend vergleichst du die Schablone mit Kissen sowie Hemd und prüfst, ob sie in beiden Fällen passt.

Schritt 3: Übertrage die Maße mithilfe der Schablone und einem Stift auf den Teil des Hemds, den du verwenden willst. Die Anschneidelinie sollte ca. einen Zentimeter von der Schablone weg sein.

Die Maße zeichnest du sowohl auf der Vorderseite als auch am Rücken des Hemds ein. Anschließend schneidest du den so entstandenen Rahmen aus.

Schritt 4: Lege die Seiten, die später außen sind, aufeinander und stecke sie mit Stecknadeln fest.

Schritt 5: Jetzt nähst du mithilfe der Nähmaschine den Saum zusammen. Eine Seite lässt du offen.

Schritt 6: Nun nimmst du alle Fäden auf einer Seite und verknotest sie. Danach schneidest du die Ecken ab und bügelst die Naht auseinander. Das ist wichtig, damit nach dem Wenden alle Nähte schön aussehen und die Ecken gut rauskommen.

Schritt 7: Kissenhülle aufknüpfen und wenden. Danach gehst du mit dem Bügeleisen nochmal über alle Kanten – fertig!

Einen gesegneten Schlaf wünschen wir!

Eine Nackenrolle aus Hemdärmeln machen:

Da du die Hemdärmel deines zweckentfremdeten Hemdes nun übrig hast – hier eine weitere Idee!

Diese wirst du insbesondere zu schätzen wissen, falls dein steifer Nacken dich plagt.

Schritt 1: Ein Ärmelstück in genehmer Länge abschneiden und auf links wenden.

Schritt 2: Den Stoffschlauch ggf. begradigen. Dazu nähst du eine Naht an der Unterkante parallel zur oberen Ärmelnaht.

Schritt 3: Zwei Stoffkreise aus dem Hemdrücken oder -vorderteil ausschneiden. Deren Durchmesser sollte ca. zwei Zentimeter größer sein als der der Ärmelöffnung.

Schritt 4: Die Kreise mit der schönen Seite nach innen an den Ärmelöffnungen feststecken. Einen Kreis nähst du vollständig fest, den anderen bis auf eine 15 Zentimeter breite Öffnung. Anschließend wendest du den Schlauch.

Schritt 5: Kissen mit einer waschbaren Füllung – Stoffresten – gleichmäßig ausstopfen und die Öffnung per Hand zunähen.

Et voilà! Dein Nacken wird es dir danken!

Wir hoffen, wir konnten mit diesen Ideen deine Phantasie anregen und die Lust auf mehr in dir wecken. Dieses E-Book versorgt dich mit weiteren Tipps, Tricks und Upcycling-Anleitungen.