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Renovierung eines Fertighauses – was geht in Eigenleistung

Sich wohlfühlen ist für uns alle das Wichtigste, wenn es um die eigenen vier Wänden geht. Unschöne Wände, die gar vom Rauchen der Glimmstängel sich im gelben Ton zeigen. Tapeten, die man gerne früher oft verwendete, aber heute nicht mehr zeitgemäß sind. Die neue Lebensphase, die gerade ansteht, zu der man auch einen sprichwörtlichen Tapetenwechsel wünscht, denn so wie man sich selbst auch weiterentwickelt, so soll sich das Haus oder die Wohnung, in der man lebt, verändern und weiterentwickeln. Sind mittlerweile einige Jahre vergangen, seit Sie sich beispielsweise das eigene Fertighaus kauften, so sind Renovierungsarbeiten nötig, oder sind zumindest oft gewollt.

Sind die Räume, die renoviert werden sollen, einmal ausgemacht und inspiziert, stellt sich die Frage, selbst handanlegen, oder die anstehenden Arbeiten von einem Fachmann ausführen lassen. Was kann ich selbst erledigen und was sollte ich besser einen Handwerker überlassen? Dieser Frage gehen wir nun nach.

Welche Arbeiten am Haus oder in der Wohnung sind gefährlich und sollten daher ausschließlich von einem Fachmann ausgeführt werden?

Stellen Sie sich vor, im Küchenfachhandel haben Sie sich eine neue und wunderschöne Küche gekauft. Sie wird geliefert und mit viel Fleiß und Hilfe von einem geübten Handwerker, den Sie aus dem Bekannten- bzw. Freundeskreis kennen, installieren Sie das Küchenmobiliar ordentlich. So weit so gut, doch nun wird der Backofen ausgepackt und nun müssen Sie feststellen, dass die Installation des Gerätes nicht nur kompliziert, sondern auch unter Umständen gefährlich sein kann. Sind Sie Eigentümer, der die Wohnung oder das Haus nach dem Einbau der Küche vermieten möchte, so sind Sie gegenüber dem Mieter sogar verpflichtet, solche elektrischen Installationen von einem Fachpersonal durchführen zu lassen. Bei Sonderbauten, wie es etwa Krankenhäuser, Schulen oder in Altenheimen der Fall ist, gelten ähnliche Regelungen. Denn wenn Sie es nicht selbst sind, der die Küche benutzen wird, besteht die Gefahr von Gefährdung Dritter. Außerhalb dieser gesetzlichen Regelung ist es jedem selbst überlassen, ob er Hand an einen Starkstromanschluss legt.

,,Bauhaus, wenn´s gut werden muss” – ,,Hornbach, es gibt immer was zu tun” – ,,Respekt, wer´s selber macht”

Fast jeder kennt diese Slogan, die rauf und runter im TV zu sehen und im Radio zu hören sind. Man soll Lust auf das Selbermachen bekommen, Motivation und Mut zum eigenen Umbau oder zur eigenen Renovierung machen. Was sich Baumärkte zur Umsatzsteigerung wünschen und der private Handwerker hofft, dass Bauprojekte im eigenen Heim kostengünstig selbst erledigt werden können, müssen nicht so schwierig auszuführen sein, wie sie anfangs auf den ersten Blick erscheinen. Mit etwas Übung und Vorbereitungszeit kann das Wohnzimmer selbst tapeziert, die Küche modernisiert, der Garten umgebaut oder der Laminatboden selbst verlegt werden. Müssen Sie während der Ausführung der handwerklichen Tätigkeiten feststellen, dass Sie nicht weiterkommen, oder befürchten, etwas falsch zu machen, dass die Fertigstellung des Projektes im eigenen Zuhause gefährden könnte, dann sollte, auch um Ärger zu vermeiden, der Rat eines Fachmannes zugezogen werden. Denn sonst können auch beispielsweise Arbeiten an Wasserleitungen später ein Problem werden, wenn es um versicherungstechnische Fragen geht.